Ein Café in Kiew namens "Trump" wird in "Nolan" umbenannt, da die Ukrainer zunehmend frustriert über die Haltung des US-Präsidenten Donald Trump zur Ukraine sind. Wie der "Kyiv Independent" berichtet, wurde das im zentralen Stadtteil Petschersk der Hauptstadt gelegene Lokal 2019 eröffnet und feierte im Januar dieses Jahres Trumps Amtseinführung mit einem speziellen "Trump Sour"-Cocktail. Roman Krawtsow, Kreativdirektor des "Nolan", bewunderte Trump als Geschäftsmann und hatte gehofft, dass seine Politik nach seinem zweiten Amtsantritt der Ukraine zugutekommen würde. Doch nach dem Eklat im Oval Office habe man entschieden, dass der Name fallen muss. "Ich möchte nicht in der Vergangenheit verweilen", sagt er dem "Kyiv Independent".
+++ 22:15 Russische Militärblogger melden Verlust von Grenzdorf in der Region Belgorod +++
Nach Angaben russischer Militärblogger haben ukrainische Truppen das Dorf Popowka in der russischen Region Belgorod erobert. Demnach sollen sich ukrainische Spezialeinheiten in der Gegend Kämpfe mit russischen Grenzposten liefern. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
+++ 21:43 USA und Russland verständigen sich in Riad auf gemeinsames Papier +++
Die USA und Russland haben sich bei Gesprächen in Saudi-Arabien nach russischen Medienberichten auf eine gemeinsame Erklärung verständigt. Das Papier solle am Dienstag veröffentlicht werden, melden die staatlichen russischen Nachrichtenagenturen Tass und Ria Nowosti unter Berufung auf Quellen in der Delegation aus Moskau. Das Treffen in Riad habe etwa zwölf Stunden gedauert. Details werden nicht genannt.
+++ 21:17 Raketenangriff auf Sumy: Zahl der Verletzten steigt auf über 80 +++
In der nordostukrainischen Großstadt Sumy sind laut Behörden bei einem russischen Raketenschlag mindestens 88 Menschen verletzt worden. "Heute griff der Feind ein Industrieobjekt an", schreibt der geschäftsführende Bürgermeister Artem Kobsar bei Telegram. Unter den Verletzten sind der Stadtverwaltung zufolge auch 17 Kinder. Demnach wurden auch Wohngebäude, eine Schule und ein Krankenhaus beschädigt. Die Stadt ist immer wieder Ziel russischer Luftschläge.
+++ 20:36 Trump: Stehen kurz vor Rohstoff-Deal +++
US-Präsident Donald Trump zeigt sich weiter zuversichtlich, dass ein Abkommen über eine strategische Rohstoff-Partnerschaft mit der Ukraine unmittelbar bevorsteht. Finanzminister Scott Bessent habe ihm gesagt, dass das Abkommen über seltene Erden mit der Ukraine so gut wie abgeschlossen sei, sagt Trump nach einer Kabinettssitzung. "Sie unterzeichnen das in Kürze." Vergangene Woche hat sich Trump schon einmal zuversichtlich geäußert, dass ein Abkommen in Kürze kommen werde.
Politik 23.03.25
Historiker Tooze über Trump 2.0 "Dieses Mal werden die Schäden dauerhaft sein"
+++ 20:04 Russischer Kriegspropagandist in Ostukraine getötet +++
Ein russischer Kriegspropagandist ist nach Angaben seines Arbeitgebers in der Ukraine getötet worden. Ihr Mitarbeiter Alexander Fedortschak sei in der Region Charkiw getötet worden, erklärt die Kreml-nahe Zeitung "Iswestija". Die Umstände seines Todes würden derzeit untersucht. Fedortschak hielt sich nach Angaben der Zeitung in der Nähe der umkämpften Stadt Kupjansk auf, die unter heftigen Angriffen der russischen Armee steht. Russland versucht seit Monaten, Kupjansk einzunehmen.
+++ 19:29 Marathonsitzung zwischen USA und Russland in Riad +++
Vertreter der USA und Russlands führen in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad lange Gespräche. Nach mehr als zehn Stunden gehe das Treffen seinem Ende zu, sagt der russische Unterhändler Georgi Karassin der Nachrichtenagentur Interfax. Zuvor nannte der Außenpolitiker die Verhandlungen kreativ. «"Nicht jede Verhandlung muss mit umfangreichen Dokumenten und Vereinbarungen enden", sagte er. Es sei wichtig, ständig in Kontakt zu bleiben und den Standpunkt der anderen Seite zu verstehen. "Das gelingt".
Politik 24.03.25
Ukraine-Gespräche in Riad Kreml bremst Erwartungen nach zehn Stunden Verhandlung
+++ 18:41 Russland beginnt Übungen mit Interkontinentalraketen +++
Russland hat nach eigenen Angaben geplante Übungen mit Interkontinentalraketen (ICBM) vom Typ "Jars" begonnen. Die entsprechenden Regimente in den Regionen Swerdlowsk und Altai wurden "in Feldstellungen verlegt", meldet die staatliche Nachrichtenagentur RIA. Die "Jars" kann mit atomaren Gefechtsköpfen ausgerüstet und in Silos stationiert oder auf Lastwagen transportiert werden.
+++ 17:49 Ukrainische Brigade befreit Dorf in Region Luhansk +++
Soldaten der dritten Sturmbrigade der Ukraine haben laut eigenen Angaben das Dorf Nadiia in der Region Luhansk nahe der Grenze zur Region Charkiw befreit. Das meldet der Pressedienst der Einheit. "Die Einnahme des Dorfes Nadiia kostete den Feind zwei Monate Arbeit und zwei mechanisierte Regimenter – das 752. und das 254. der 20. russischen Armee – wurden völlig ausgelöscht", erklärt Brigadekommandeur Andrij Bilezkyj. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Der Leiter der regionalen Militärverwaltung Luhansk, Artem Lysohor, dankt auf der Plattform X der Einheit für ihren Einsatz.
Nadiia liegt auf der östlicen Seite des Flusses Oskil, gut 4 Kilometer östlich des Dorfes Stepy.
+++ 17:03 Ukrainischer Offizier: Haben Territorium in Region Charkiw befreit +++
Ukrainische Truppen haben nach Militärangaben Gebiete in der Nähe des Dorfes Dworitschna in der Region Charkiw befreit. Das sagt der stellvertretete Kommandeur des Drohnen-Regiments Achilles, Oles Maliarewytsch, dem ukrainischen öffentlich-rechtlichen Sender Suspilne. "Apropos Dworitschna: Auf DeepState (ein militärnaher Blog) können Sie sehen, dass es blaue Zonen gibt, in denen Teile des Territoriums befreit wurden. Das waren sehr wichtige, aber kleine Operationen", sagt Maliarewytsch. Dworitschna liegt am Westufer des Flusses Oskil, 17 Kilometer nördlich von Kupjansk. Russische Einheiten versuchen seit Monaten, an diesem Ufer Fuß zu fassen.
+++ 16:29 Ehemaliger russischer Vize-Verteidigungsminister vor Gericht +++
In Moskau hat der Gerichtsprozess gegen den ehemaligen russischen Vize-Verteidigungsminister Timur Iwanow wegen des Vorwurfs der Veruntreuung begonnen. Iwanow plädiert auf nicht schuldig, wie ein im Gerichtssaal anwesender Journalist berichtet. Die Anklage lautet auf Veruntreuung und Geldwäsche. Sollte Iwanow schuldig gesprochen werden, drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft. Iwanow war im April 2024 festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, umgerechnet 35,2 Millionen Euro von der Moskauer Bank Interkommerz und 2,2 Millionen Euro bei der Beschaffung zweier Fähren für die Halbinsel Krim veruntreut zu haben. Iwanow, ein enger Vertrauter des im Mai 2024 entlassenen Verteidigungsministers Sergej Schoigu, war im Verteidigungsministerium der oberste Verantwortliche für den Bau militärischer Einrichtungen.
Politik 24.03.25
Millionensumme veruntreut? Prozess gegen russischen Ex-Minister beginnt
+++ 15:51 Russland meldet Absturz von Kampfjet +++
Ein russisches Kampfflugzeug vom Typ Su-25 ist laut Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau bei einem Übungsflug in der Region Primorje im Fernen Osten Russlands abgestürzt. Wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass mitteilt, konnte sich der Pilot mit dem Schleudersitz retten. "Ursache des Unglücks war nach vorläufigen Erkenntnissen eine technische Störung", heißt es in einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums.
+++ 15:20 Militärexperte: "Russen ist relativ wenig gelungen" +++
Russland rückt Stück für Stück auf ukrainischem Gebiet vor. Doch der Durchbruch bleibt aus und ist laut dem Militärexperten Philipp Eder auch nicht in Sicht. Hinter dem Umgang der Trump-Administration mit Putin vermutet der Ukraine-Experte eine Verhandlungsstrategie.
Politik 24.03.25
Angriffe von beiden Seiten Militärexperte: "Russen ist relativ wenig gelungen"
+++ 14:52 Banaszak: Union und SPD dürfen keine Moskau-Koalition werden +++
Grünen-Co-Parteichef Felix Banaszak warnt die Parteivorsitzenden von CDU und SPD vor einer Rückkehr in eine Energieabhängigkeit von Russland. "Friedrich Merz und Lars Klingbeil müssen alles dafür tun und glaubwürdig versichern, dass aus dieser Koalition keine Moskau-Koalition wird", sagt Banaszak vor Journalisten in Berlin. Er verweist darauf, dass es "einzelne Stimmen in Union und SPD" gebe, die eine Rückkehr zu russischen Gaslieferungen forderten. "Eine Reaktivierung dieser Gaspartnerschaft würde die Kriegskassen Wladimir Putins für künftige Angriffe auf seine Nachbarländer nur wieder füllen."
Politik 21.03.25
Nach CDU-Vorstoß für Nordstream Kretschmer stellt erneut Russland-Sanktionen infrage
+++ 14:20 Russische Region zahlt Schülerinnen Schwangerschaftsprämie +++
Die westrussische Region Orjol zahlt Schülerinnen bei der Registrierung einer Schwangerschaft eine staatliche Beihilfe. Die Summe belaufe sich auf 100.000 Rubel, umgerechnet rund 1.050 Euro, berichtet das unabhängige Internetportal Meduza unter Berufung auf einen Erlass von Gouverneur Andrej Klytschkow. Russische Beamte versuchen die demografische Krise, in der sich das Land befindet, mit einer Reihe von Anreizen an junge Frauen zu lösen. So hat inzwischen rund die Hälfte der mehr als 80 russischen Regionen eine Schwangerschaftsprämie ausgelobt, die sich auch auf Studentinnen erstreckt.
Politik 24.03.25
Kampf gegen Bevölkerungsschwund Russische Region belohnt schwangere Schülerinnen
+++ 13:54 Ukrainer warten auf US-Unterhändler in Riad +++
Bei den Waffenruhe-Gespräche für die Ukraine in Saudi-Arabien geht die ukrainische Delegation von einem weiteren Treffen mit US-Unterhändlern aus. Die ukrainische Delegation warte derzeit auf das Ergebnis der Gespräche zwischen den USA und Russland, sagt ein Delegationsmitglied der Nachrichtenagentur AFP in Riad. Im Anschluss "werden wir ein weiteres Treffen mit den USA haben." Ukrainische und US-Unterhändler hatten sich bereits am Sonntag in Riad getroffen, am Montagmorgen begannen Gespräche zwischen der USA und Russland.
+++ 13:34 Finnlands Notenbank erwartet weniger Wachstum in Russland +++
Russlands Wirtschaftswachstum dürfte sich der finnischen Zentralbank zufolge in diesem Jahr sowie 2026 und 2027 verlangsamen. Trotz der Risiken durch den Ukraine-Krieg sei eine umfassende Wirtschaftskrise jedoch unwahrscheinlich, heißt es in einem Bericht des Instituts für Schwellenländer der Bank von Finnland (Bofit). Demnach dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des benachbarten Russlands 2025 rund zwei Prozent wachsen, nach geschätzten plus 4,1 Prozent im vorigen Jahr. In den Jahren 2026 und 2027 dürfte sich das Wachstum aufgrund akuten Arbeitskräftemangels und steigender Inflation auf etwa ein Prozent reduzieren. "Russland verfügt derzeit über ausreichende wirtschaftliche Ressourcen, um den Krieg in der Ukraine fortzusetzen", sagt Bofit-Chefökonomin Heli Simola. "Doch die Kosten steigen stetig."
+++ 12:56 Russische Spionagezelle in Österreich aufgedeckt +++
In Österreich haben Ermittler des Verfassungsschutzes eine umfangreiche russische Desinformationskampagne aufgedeckt. Im Zentrum der Ermittlungen steht eine bulgarische Staatsangehörige, die verdächtigt wird, im Auftrag Russlands Spionage betrieben und aktiv an der Verbreitung gezielter Falschinformationen gegen die Ukraine mitgewirkt zu haben. Das teilt die beim Innenministerium angesiedelte Direktion für Staatsschutz und Nachrichtendienst mit. Ziel der Kampagne sei es gewesen, die öffentliche und politische Meinung zugunsten Russlands und zum Nachteil der Ukraine zu beeinflussen. Die Verdächtige sei geständig, insbesondere im Jahr 2022 für die Zelle tätig gewesen zu sein.
+++ 12:30 Bundesregierung rechnet mit Ergebnissen nach Treffen in Paris +++
Die Bundesregierung erwartet, dass es beim erneuten Ukraine-Treffen europäischer Staaten in Paris am Donnerstag auch Beschlüsse geben wird. "Es soll Schlussfolgerungen geben, auf die man sich verständigen wird", sagt Regierungssprecher Steffen Hebestreit mit Blick auf das Treffen, zu dem auch Kanzler Olaf Scholz reisen wird. Thema werde unter anderem die Abstimmung unter den Europäern über die laufenden Gespräche zwischen den USA und Russland in Saudi-Arabien sein. Die genaue Teilnehmerliste müsse der französische Gastgeber bekanntgeben, sagt Hebestreit.
+++ 12:13 Jäger: Putin könnte Trump "stärker manipulieren, als der merkt" +++
Am Telefon sprechen Trump und Putin unter anderem über eine mögliche Waffenruhe in der Ukraine. Berichten zufolge telefonieren die beiden offenbar häufiger, als öffentlich bestätigt wurde. Dabei könnte der russische Präsident seinen Amtskollegen in Washington "stärker manipulieren, als dieser es merkt", sagt Politologe Thomas Jäger.
Politik 24.03.25
Jäger zu Ukraine-Telefonaten Putin könnte Trump "stärker manipulieren, als der merkt"
+++ 11:53 Russland: Ukraine attackiert erneut Öldepot +++
Die Ukraine hat nach russischen Angaben das Öllager in der südrussischen Oblast Krasnodar mit einer Drohne angegriffen. Die Drohne sei von der russischen Flugabwehr abgeschossen worden und sei etwa sieben Kilometer von dem Lager entfernt eingeschlagen, teilt das Verteidigungsministerium mit. Das Lager, das in der Nähe des Dorfes Kawkasskaja an einer Eisenbahnstrecke liegt, war bereits am 17. Februar angegriffen worden und dabei in Brand geraten. Derzeit laufen die Reparaturarbeiten.
+++ 11:36 Peskow: Noch viele Fragen bei Verhandlungen offen +++
Russland und die USA sind sich nach Aussagen des russischen Präsidialamtes einig, dass auf eine Lösung des Ukraine-Konflikts hingearbeitet werden müsse. Allerdings müssten noch viele Aspekte geklärt werden, sagt Sprecher Dmitri Peskow. Bei den Gesprächen in Riad stünden technische Fragen im Mittelpunkt. Dabei gehe es auch um die Sicherheit der Schifffahrt auf dem Schwarzen Meer.
+++ 11:16 Neitzel: Putin wird Friedenstruppen nicht akzeptieren +++
Europäische Friedenstruppen in der Ukraine sind nach Ansicht des Militärhistorikers Sönke Neitzel für Putin undenkbar. "Putin wird niemals europäische Truppen in der Ukraine akzeptieren - noch dazu gut bewaffnet und mit Luftabwehr. Dann wäre die Ukraine de facto in der Nato", sagt er dem "stern". Neitzel, der an der Universität Potsdam lernt, sieht in den entsprechenden Vorstößen von Großbritannien und Frankreich einen anderen Hintergrund: "Das ist ein politisches Argument gegenüber Trump, um sich wieder an den Verhandlungstisch zu bringen. Für die Europäer ist es ein Schock, dass ihnen ihre eigene Verzwergung vorgeführt wird. Deshalb versuchen sie, Stärke zu zeigen, um die eigene Beteiligung zu erreichen."
+++ 10:52 China dementiert Bericht über Rolle bei Friedensmission +++
China weist einen Medienbericht zurück, demnach das Land eine Beteiligung an einer möglichen Friedensmission in der Ukraine erwägt. Der Bericht sei "völlig unwahr" zitiert die chinesische Zeitung "Global Times" den Sprecher des Außenministeriums, Guo Jiakun. Am Wochenende berichtete die "Welt" unter Berufung auf anonyme Quellen, dass Peking sich einer von Europa geführten "Koalition der Willigen" anschließen könnte.
+++ 10:24 Video: Einkaufszentrum im russischen Rostow steht in Flammen +++
In der russischen Stadt Rostow gerät ein Einkaufszentrum in Brand. Das Feuer soll auf dem Dach ausgebrochen sein. Die Ursache ist allerdings noch nicht endgültig geklärt. Der Katastrophenschutz spricht von einem Kurzschluss. Kurz zuvor meldet der Gouverneur aber auch einen Drohnenangriff.
Panorama 24.03.25
Kurzschluss oder Angriff? Einkaufszentrum im russischen Rostow steht in Flammen
+++ 09:37 Ukraine meldet 140 Kampfhandlungen an der Front +++
Der ukrainische Generalstab hat nach eigenen Angaben am Sonntag 140 Kampfhandlungen an der Front zwischen der Ukraine und Russland registriert. Das geht aus einem auf Facebook geposteten Lagebericht hervor. Demnach hat Russland 74 Luftangriffe auf ukrainische Stellungen geflogen und dabei 97 Lenkbomben abgeworfen. Bei den russischen Angriffen seien zudem 2350 Kamikaze-Drohnen zum Einsatz gekommen.
+++ 09:03 Munz: Putin und Trump sollen "Draht zueinander gefunden haben" +++
Als Vermittler zwischen der Ukraine und den USA fallen US-Vertreter immer wieder vorwiegend mit russlandfreundlichen Positionen auf. Das könnte nicht zuletzt daran liegen, dass die beiden Präsidenten Putin und Trump einen regen Kontakt pflegen. Es soll geheime Telefonate geben. ntv-Korrespondent Rainer Munz berichtet.
Politik 24.03.25
Munz zu Berichten über Telefonate Putin und Trump sollen "Draht zueinander gefunden haben"
+++ 08:40 USA und Russland verhandeln weiter in Riad +++
Vertreter der USA und Russlands haben in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad Gespräche über die Beendigung des Kriegs in der Ukraine begonnen. Das für 10.00 Uhr Ortszeit (8.00 Uhr MEZ) angesetzte Treffen finde hinter verschlossenen Türen im Hotel "Ritz Carlton" statt, berichtet Russlands staatliche Nachrichtenagentur Tass. Die russische Verhandlungsdelegation wird von dem im Föderationsrat sitzenden Außenpolitiker Georgi Karassin und Geheimdienstler Sergej Besseda angeführt, der als Vertrauter von Kremlchef Wladimir Putin gilt. Auf US-Seite führen der Sicherheitsberater von Präsident Donald Trump, Mike Waltz, und der Ukraine-Sondergesandte Keith Kellogg die unterschiedlichen Verhandlungsteams in Saudi-Arabien.
Politik 24.03.25
Ganz andere Töne aus den USA Angriff auf Kiew - Selenskyj fordert Druck auf Moskau
+++ 08:10 Ukraine meldet Dutzende Drohnenabschüsse +++
Die ukrainische Luftwaffe hat eigenen Angaben zufolge 57 von 99 russischen Drohnen abgefangen. 36 Drohnen hätten ihr Ziele nicht erreicht. Zu den übrigen sechs Drohnen äußert sich die Luftwaffe nicht.
+++ 07:37 Hackerangriff auf ukrainische Bahn +++
Die staatliche ukrainische Eisenbahngesellschaft Ukrzaliznytsia ist nach eigenen Angaben Ziel eines Hackerangriffs geworden. "Die Online-Systeme von Ukrzaliznytsia wurden Opfer eines groß angelegten, gezielten Cyberangriffs", heißt es in einer Erklärung. Die Website und App des Unternehmens sind demnach aufgrund eines "technischen Fehlers" derzeit nicht verfügbar. An der Wiederherstellung der Systeme werde gearbeitet. Der Bahnverkehr sei nicht beeinträchtigt, Verspätungen gebe es keine. Das Unternehmen macht den "Feind" für den Cyberangriff verantwortlich.
+++ 07:03 Ukraine: Vier russische Hubschrauber zerstört +++
Ukrainische Spezialeinheiten haben nach eigenen Angaben vier russische Hubschrauber zerstört. Der Angriff sei gemeinsam mit dem ukrainischen Militärgeheimdienst, Raketentruppen und Artillerie erfolgt, schreiben die Spezialeinheiten auf X. Bei den Hubschraubern, die "hinter den feindlichen Linien" zerstört wurden, handelt es sich demnach um zwei Kamow Ka-52 und zwei Mil Mi-8.
+++ 06:33 Verletzter nach Drohnenangriff in Kiew +++
Ein 37-Jähriger wurde ukrainischen Angaben zufolge bei einem russischen Drohnenangriff in der Region Kiew verletzt. "Der Mann weist oberflächliche Splitterverletzungen an Bauch, Brust, Hüfte und Kopf auf. Ihm wird die notwendige medizinische Hilfe geleistet. Er wird derzeit in einem örtlichen Krankenhaus behandelt", teilt die Militärverwaltung der Region mit. Zudem seien bei dem Angriff zwei Privathäuser beschädigt worden.
+++ 05:55 Russland: 28 ukrainische Drohnen abgefangen +++
Russlands Luftverteidigung hat nach russischen Angaben über Nacht 28 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Zwölf Drohnen seien über der Grenze zur Region Kursk und der südrussischen Region Rostow abgeschossen worden, teilt das russische Verteidigungsministerium auf Telegram mit. Vier weitere Drohnen seien über der Halbinsel Krim, Krasnodar und über dem Meer abgefangen worden.
+++ 05:15 Russisches Öllager brennt noch immer +++
Das Feuer, das ein mutmaßlicher ukrainischer Drohnenangriff in einem Öllager in der russischen Region Krasnodar ausgelöst hat, ist immer noch nicht gelöscht. "Einer der Tanks und Ölprodukte in der Anlage brennen", schreiben lokale Behörden auf Telegram. Der Brand war vor fünf Tagen ausgebrochen. Die Ukraine hat sich nicht dazu geäußert.
+++ 04:17 US-Delegation will mit Russland über Waffenruhe im Schwarzen Meer sprechen +++
Nach Gesprächen mit der Ukraine wird eine US-Delegation am heute in Riad mit russischen Vertretern zusammentreffen. Dabei soll es nach Angaben des Weißen Hauses um eine Waffenruhe im Schwarzen Meer gehen, um einen ungehinderten Schiffsverkehr zu ermöglichen. Der Nationale Sicherheitsberater des Weißen Hauses, Mike Waltz, sagt in der CBS-Sendung "Face the Nation", die Delegationen der USA, Russlands und der Ukraine seien an demselben Ort in Riad untergebracht. Bei den unterschiedlichen Treffen werde man auch über "Kontrollinien" zwischen Russland und der Ukraine und über "vertrauensbildende Maßnahmen" sprechen.
+++ 03:16 Mann bei Drohnenangriff auf Kiew verletzt +++
Bei einem russischen Luftangriff auf Kiew wird in der Nacht ein Mann verletzt. Der 37-Jährige wurde mit Schrapnellwunden in ein Krankenhaus eingeliefert, teilt die Militärverwaltung mit. Demnach gibt es Schäden an zwei Privathäusern, außerdem löschte die Feuerwehr einen Brand in einem Gewerbegebiet. Es ist die dritte Nacht in Folge, dass Russland die ukrainische Hauptstadt angreift.
+++ 01:46 Wittkoff: Glaube, Putin will Frieden +++
Trumps Gesandter für die Ukraine-Verhandlungen in Saudi-Arabien, Steven Wittkoff, glaubt an Putins Friedenswillen. Auf die Frage, ob er davon überzeugt sei, sagte er in einem Interview mit Fox News: "Ich fühle, dass er Frieden will." Es gehe darum, die Probleme zu verringern, die Parteien zusammenzubringen und das Töten zu beenden. "Das ist der Spielplan." Wittkoff glaubt außerdem nicht, dass Putin weitere Länder in Europa angreifen könnte. "Ich habe einfach gesagt, dass ich nicht sehe, dass er ganz Europa erobern will", so der US-Amerikaner.
+++ 00:19 Ukrainischer Minister: "Produktives" Gespräch mit US-Delegation +++
Laut dem ukrainischen Verteidigungsminister Rustem Umerow lief das Gespräch mit der US-Delegation in Saudi-Arabien konstruktiv. "Die Diskussion war produktiv und zielgerichtet", teilt Usterow mit. Die Delegationen beider Länder hätten "wichtige Punkte angesprochen". Vor allem habe man sich auf Fragen zum Energiebereich konzentriert. Umerow leitet die ukrainische Delegation bei den Gesprächen. Heute will die US-Delegation mit russischen Regierungsvertretern sprechen.
+++ 23:30 Auch diese Nacht Luftalarm in Kiew +++
Nach den verheerenden Drohnenangriffen auf Kiew in der vergangenen Nacht, bei denen drei Menschen getötet wurden, wird in der ukrainischen Hauptstadt erneut Luftalarm ausgerufen. Die Luftabwehr sei im Einsatz, teilt die Militärverwaltung mit. Auch in weiten Teilen der östlichen und zentralen Ukraine gilt wegen anrückender Drohnen Luftalarm.
+++ 22:12 Treffen Ukraine-USA in Riad beendet +++
Die Verhandler von USA und Ukraine haben ihr Gespräch in Riad beendet. Das teilt der ukrainische Verteidigungsminister Rustem Umerow auf Facebook mit. "Die Diskussion war produktiv und fokussiert", schreibt er da. Auch über Energie sei gesprochen worden. Es sei Präsident Selenskyjs Ziel einen gerechten und dauerhaften Frieden für die Ukraine und damit auch für Europa zu erreichen. "Wir arbeiten daran, dieses Ziel umzusetzen."
+++ 21:49 Selenskyj: Russland zieht Krieg in die Länge +++
Mit Blick auf die neueste Runde von Gesprächen über mögliche Wege zu einem Frieden unter US-Vermittlung hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Moskau vorgeworfen, den Krieg in die Länge zu ziehen. Russland habe den Krieg herbeigeführt und setze ihn fort, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. "Seit dem 11. März gibt es einen Vorschlag für einen bedingungslosen Waffenstillstand, und die Angriffe hätten schon längst aufgehört, aber es ist Russland, das dies alles fortsetzt."
+++ 21:01 Waltz: USA könnten Freigabe entführter Kinder fordern +++
Die USA erwägen offenbar, Russland zur Freilassung entführter ukrainischer Kinder aufzufordern. Das sagte der Nationale Sicherheitsberater von Präsident Trump, Mike Waltz, in einem Interview mit CBS News. Trump habe mit beiden Seiten über einen Gefangenenaustausch gesprochen, woraufhin fast 200 Menschen ausgetauscht worden sein. Er habe auch über die Zukunft der Kinder gesprochen. Eine Rückgabe könnte eine "vertrauensbildende Maßnahme" sein.
+++ 20:29 Selenskyj fordert höheren Druck auf Putin +++
Der ukrainische Präsident Selenskyj äußert sich in seiner abendlichen Ansprache zu den Gesprächen in Riad. Die Gespräche zwischen dem US-Verhandlungsteam und Verteidigungsminister Rustem Umierow dauerten an und seien nützlich, sagte Selenskyj. Der Präsident rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, den Druck auf Russland zu erhöhen. Andernfalls werde Russland die wahre Diplomatie mit Verachtung behandeln und Leben zerstören. Putin müsse gezwungen werden, die Luftangriffe zu stoppen. "Wer den Krieg angefangen hat, muss ihn auch beenden."
+++ 19:54 Außenminister sieht Widersprüche bei Russland +++
Der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha ruft die westlichen Verbündeten zu weiterer Hilfe in der Fliegerabwehr auf. "Russlands systematischer und absichtsvoller Terror gegen Zivilisten widerspricht den eigenen Aussagen über Frieden und schadet den Friedensbemühungen der USA und anderer Partner", schrieb er auf X. In der vergangenen Nacht hatte Russland Kiew massiv mit Drohnen angegriffen. Dabei starben mindestens drei Menschen, darunter ein fünfjähriges Mädchen.
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